Architekten sagen oft, dass erst das zweite Haus, das sie für sich selbst bauen, wirklich perfekt wird. Erst beim zweiten Mal weiß man genau, worauf es ankommt. Das gilt auch für Campervans, wie die Geschichte von Thomas "Acky" Lengsfeld zeigt.
Acky betreibt die Campervan-Vermittlung Acky und produziert den YouTube-Kanal Vanfan on Tour. Er testet und vermietet Campingfahrzeuge beruflich - sein Urteil basiert daher nicht auf einer einzigen Reise, sondern auf jahrelanger Erfahrung mit den unterschiedlichsten Fahrzeugen. Seinen ersten eigenen Van kaufte er 2018. Seitdem wuchs seine Leidenschaft für Camper Schritt für Schritt - und daraus entstand schließlich auch sein Geschäft.
Er begann mit einem Robeta Apollo auf Citroën Jumper-Basis. Um den Unterschied im Wohnraum im Reisealltag selbst zu erleben, wechselte er später zu einem größeren Teilintegrierten. Diese Erfahrung brachte ihn schnell wieder zu Robeta - diesmal zu einem kompakten, außerordentlich wendigen Robeta Helios.

Mehr Platz, mehr Komfort? Nicht unbedingt
Der Wechsel zum größeren Reisemobil war zunächst eine pragmatische Entscheidung: mehr Platz, mehr Komfort. Doch der Reisealltag erzählte eine andere Geschichte.
"Viele gehen davon aus, dass mehr Platz automatisch mehr Komfort bedeutet. Das stimmt so nicht."
Was sich spürbar verbesserte, war das Raumgefühl an Regentagen und bei längeren Aufenthalten an einem Ort. Was sich nicht auszahlte, war die zusätzliche Größe beim Fahren - und die fehlende Flexibilität. Der gewonnene Raum erkauft man sich mit merklich mehr Stress bei der Routenwahl und der Parkplatzsuche: auf engen Küstenstraßen in Südeuropa, in kleinen italienischen Bergdörfern oder auf der Suche nach einem spontanen Stellplatz am Meer.
"Wenn man drei verschiedene Campingplätze ansteuern muss, nur weil man nicht auf einen normalen Parkplatz passt, verliert man genau die Spontaneität, die Vanlife ausmacht."
Van vs. größeres Reisemobil
Für alle, die noch zwischen einem kompakten Van und einem größeren Reisemobil schwanken, hat Acky einen klaren Vergleich parat.
"Der Van gewinnt in jeder dynamischen Disziplin: Seitenwindstabilität, Reisegeschwindigkeit auf der Autobahn, Wenden auf engem Raum - und einfach auf einem normalen Wanderparkplatz einen Platz zu finden. Das Reisemobil spielt erst seine Stärken aus, wenn der Motor aus ist und man mehrere Tage an einem Ort bleibt."
Er erkennt auch echte Vorteile des größeren Reisemobils: Garagenraum für Fahrräder und eine großzügige Nutzlastreserve. Für seinen persönlichen Reisestil war das am Ende aber nicht ausschlaggebend - zu sehr schränkt es die Freiheit unterwegs ein.
Seine Faustregel für alle, die noch unentschlossen sind:
"Bist du jemand, der die Fahrt genießt, oder jemand, der am Ziel ankommt und bleibt? Wer alle 2-3 Tage weiterzieht, Pässe liebt und gerne spontan anhält, braucht den Van. Wer drei Wochen auf demselben Campingplatz steht und den Wohnraum wie ein Ferienhaus nutzt, sollte zum Reisemobil greifen."
Warum er zu Robeta zurückgekehrt ist
Zwei Dinge haben den Ausschlag gegeben: das Fahrverhalten und die Verarbeitungsqualität.
"Ein Robeta fährt sich wie ein Auto. Man steigt ein, cruist entspannt durch jede Innenstadt und parkt unauffällig überall. Dazu habe ich einfach die Verarbeitungsqualität der Robeta-Möbel vermisst, als ich ein klassisches Serienreisemobil gefahren bin."
Was ihn letztlich überzeugt hat, war die Kombination aus Leichtbauweise, Verarbeitungsqualität und Dämmung. Die Dämmung macht sich beim Raumklima und beim Fahrgeräusch klar bemerkbar - sowohl im Sommer als auch im Winter.
Ein ganz konkreter Moment hat die Entscheidung besiegelt:
"Der Moment, wenn man die Schränke schließt und es einfach spürt: nichts klappert, da steckt echtes Handwerk dahinter. Gerade auf schlechten Straßen hört man kein einziges Geräusch aus den Möbeln. Das ist es, was Robeta von Serienprodukten unterscheidet."
Worauf es beim zweiten Mal wirklich ankommt
Beim ersten Robeta stand die Optik stärker im Vordergrund. Diesmal wusste er genau, welche Technik den Alltag wirklich erleichtert: echte Autarkie und eine durchdachte Elektrik - mit einer großen Lithiumbatterie, einem Ladebooster und Solar, um vollständig unabhängig vom Landstrom zu sein. Auch für seinen beruflichen Einsatz als Business-Camper konnte Robeta am besten liefern, was er brauchte.
Auf unnötige Extras im Innenraum hat er diesmal bewusst verzichtet - etwa TV-/SAT-Anlagen oder überdimensionierte Schrankaufbauten, die nur Gewicht kosten und das Raumgefühl einengen.
"Man nimmt sowieso immer zu viel mit."
Was ihn überrascht hat: wie wenig ihm ein großes Bad gefehlt hat. In der Praxis nutzt man oft die Duschen auf dem Campingplatz oder duscht draußen. Eine kompakte, gut durchdachte Sanitäreinrichtung im Van ist mehr als ausreichend.
Sein Rat für alle, die gerade konfigurieren
Auf die Frage nach den drei wichtigsten Fragen vor der Konfiguration antwortet Acky:
• Wo und wie schlafe ich am besten (Längs- oder Querbett)?
• Wie wichtig ist mir echte Autarkie (Selbstversorgung & Dämmung)?
• Wie viel Nutzlast bleibt tatsächlich noch übrig, wenn ich die gewünschten Extras einrechne?
Den häufigsten Fehler, den er bei anderen Käufern beobachtet, benennt er klar:
"An den falschen Stellen sparen - nämlich bei Dämmung, Fenstern und Elektrik - um stattdessen in optischen Luxus zu investieren. Ein schöner Tisch bringt nichts, wenn die Bordelektrik nach einer Nacht ohne Landstrom aufgibt."
Und sein Tipp für Erstkäufer:
"Erst mieten, dann kaufen. Verschiedene Grundrisse unter realen Bedingungen testen - bei Regen und Kälte, nicht nur im Sonnenschein auf einer Messe."
Ackys wichtigster Rat
"Konfiguriere das Fahrzeug für die Art, wie du tatsächlich reist - nicht für das theoretische 'Was wäre wenn', das vielleicht einmal im Jahr vorkommt. Weniger Ballast bedeutet mehr Freiheit auf der Straße."
Fazit
Ackys Weg - von Robeta zu einem größeren Reisemobil und wieder zurück - zeigt, worauf es bei einem Campervan wirklich ankommt: nicht auf maximalen Raum, sondern auf das Fahrzeug, das zum eigenen Reisestil passt. Wer sich dieselben Fragen stellt wie Acky, ist seiner ganz persönlichen, perfekten Konfiguration schon einen großen Schritt näher.





