Wenn die Temperaturen sinken und die Reisesaison zu Ende geht, verdient auch Ihr Wohnmobil eine ruhige Winterpause. Bei der richtigen Überwinterung geht es nicht nur um die Reinigung - es ist eine wichtige Wartung, die die Lebensdauer Ihres Fahrzeugs verlängert und teure Überraschungen im Frühjahr verhindert.
Die Winterpause ist die perfekte Gelegenheit, Ihrem Wohnmobil die nötige Aufmerksamkeit zu schenken, seinen Zustand zu überprüfen und es vor Feuchtigkeit, Frost und Verschleiß zu schützen. Mit der richtigen Vorbereitung vermeiden Sie eingefrorene Leitungen, leere Batterien und unangenehme Reparaturen im Frühjahr. Und wenn die Tage wieder länger werden, ist Ihr Wohnmobil bereit für neue Reisen.
Im Folgenden finden Sie einen vollständigen Leitfaden für die Überwinterung: zunächst für diejenigen, die ihr Wohnmobil im Winter nicht nutzen, und dann für alle, die gerne durch friedliche, verschneite Landschaften reisen.
Stellen Sie Ihr Wohnmobil nach Möglichkeit unter einem Carport oder an einem trockenen, belüfteten Ort ab. Auch das Abstellen im Freien ist völlig in Ordnung, solange das Fahrzeug auf einer festen, leicht geneigten Fläche steht, damit sich das Wasser nicht um die Räder sammelt.
Wenn das Wohnmobil auf Schnee steht, räumen Sie diesen regelmäßig um die Räder und das Dach herum weg. Überschüssiger Schnee drückt auf die Dichtungen und das Aufstelldach.
Eine Abdeckung ist empfehlenswert, aber wählen Sie eine atmungsaktive, niemals eine undurchlässige PVC-Plane, die Feuchtigkeit einschließt.
Der wichtigste Schritt vor der Überwinterung: Entleeren Sie alle Wassertanks, Leitungen und den Warmwasserbereiter vollständig.

Kaltes Wetter und lange Nichtbenutzung sind die größten Gefahren für die Batterien von Wohnmobilen. Die beste Lösung: Lassen Sie das Wohnmobil am Landstrom angeschlossen, wie auf einem Campingplatz. So bleibt Ihre Wohnmobilbatterie geladen und behält ihre Kapazität.
Wenn das nicht möglich ist, verwenden Sie ein Erhaltungsladegerät. Stecken Sie es in eine 230-V-Steckdose (zu Hause oder an einer Tankstelle) und verbinden Sie es mit der Fahrzeugbatterie. Es liefert eine kleine Erhaltungsladung, um eine Entladung zu verhindern.
Prüfen Sie die Starterbatterie einmal im Monat. Starten Sie bei Bedarf den Motor und lassen Sie ihn ein paar Minuten laufen, um ihn aufzuladen.
Wenn Ihr Wohnmobil im Freien abgestellt wird, schließen Sie immer den Hauptgashahn und nehmen Sie die Gasflaschen heraus. Lagern Sie sie aufrecht in einem trockenen, belüfteten Raum, geschützt vor Frost und direkter Sonneneinstrahlung.
Wenn die Gasflaschen in einem Schrank aufbewahrt werden, müssen die Lüftungsöffnungen frei bleiben, damit sich im Falle eines Lecks kein Gas ansammeln kann.
Erhöhen Sie den Reifendruck leicht (ca. 0,2 bar über dem empfohlenen Wert), um bei langen Standzeiten Blähungen zu vermeiden. Bewegen Sie das Fahrzeug alle paar Wochen ein wenig, um das Gewicht zu verteilen.
Lassen Sie die Handbremse nicht angezogen. Die Bremsbeläge können an den Scheiben oder Trommeln festkleben. Verwenden Sie stattdessen Unterlegkeile.
Reinigen Sie den Innenraum gründlich und entfernen Sie alle Lebensmittel, Krümel oder Verpackungen, die Nagetiere anlocken könnten.
Matratzen können drinnen bleiben, aber heben Sie sie an, damit die Luft darunter fließen kann. Waschen Sie abnehmbare Bezüge und lagern Sie sie an einem trockenen Ort.
Lassen Sie einige Dachluken oder Lüftungsöffnungen leicht geöffnet, um die Bildung von Kondenswasser zu verhindern.

Wenn Ihr Wohnmobil ein Aufstelldach hat, reinigen und trocknen Sie den Zeltstoff vor dem Winter vollständig.
Behandeln Sie den Stoff mit einem wasserabweisenden Spray (z. B. Nikwax, Grangers, Holmenkol), das für Outdoor-Textilien entwickelt wurde. Diese Sprays auf Silikon- oder Fluorpolymerbasis stellen die wasserabweisende Wirkung wieder her und schützen den Stoff vor UV-Schäden und Feuchtigkeitsaufnahme. Sie finden sie in Outdoor- und Campinggeschäften. Tragen Sie sie gleichmäßig auf eine trockene Oberfläche auf und lassen Sie das Gewebe vollständig trocknen.
Schmieren Sie alle Gummidichtungen mit einem Spray auf Silikonbasis (Sonax, Liqui Moly, WD-40 Specialist). Diese Sprays sind in Baumärkten, Autohäusern oder Campingläden erhältlich. Sie sind lösungsmittelfrei, stellen die Elastizität des Gummis wieder her und verhindern, dass die Dichtungen bei kaltem Wetter kleben oder reißen.
Tragen Sie den Schutz während des Winters mindestens einmal im Monat auf, insbesondere wenn das Wohnmobil im Freien abgestellt wird.
Schließen und verriegeln Sie das Dach, aber decken Sie es niemals mit einer nicht atmungsaktiven Folie ab.
Eine schnelle monatliche Kontrolle erspart viele Kopfschmerzen im Frühjahr.
Der Winter kann eine magische Reisezeit sein - vorausgesetzt, Ihr Wohnmobil ist richtig eingerichtet.

Lassen Sie nur dann Wasser im System, wenn Ihre Tanks und Leitungen beheizt sind. Andernfalls lassen Sie nach jedem Gebrauch alles ab, auch den Warmwasserbereiter.
Stellen Sie sicher, dass Ihr Truma oder Webasto System einen guten Luftstrom hat. Halten Sie Luftauslässe und Ansaugöffnungen frei, damit die warme Luft ungehindert zirkulieren kann. Prüfen Sie regelmäßig auf Kondenswasser in der Nähe der Heizung oder der Rohre.
Robeta-Wohnmobile verfügen über eine vollständige ARMAFLEX™-Isolierung und sind somit ideal für den ganzjährigen Einsatz. Legen Sie beim Wintercamping eine Bodenmatte (Schaumstoff oder Gummi) ein, um die Wärme im Inneren zu halten und die Kondensation auf dem kalten Boden zu reduzieren. Wenn Sie nach Hause zurückkehren, entfernen Sie die Matte, um alles vollständig trocknen zu lassen.
Für echten Winterkomfort empfiehlt sich das Off Grid+-Paket mit Lithiumbatterie, hocheffizienten Solarmodulen und einem 220-V-Wechselrichter. Damit können Sie mehrere Tage ohne externe Stromversorgung auskommen - perfekt für abgelegene Wintergebiete.
Wenn Sie auf einem Campingplatz mit Landstromanschluss parken, sollten Sie Diesel- und Elektroheizung kombinieren, um Kraftstoff zu sparen.
Winterreifen sind für die Haftung und Sicherheit auf Schnee und Eis unerlässlich.
Wenn Sie in den Bergen oder auf ungeräumten Straßen unterwegs sind, sollten Sie Schneeketten oder Schneesocken mitnehmen - Traktionshilfen aus Textil oder Verbundstoffen, die über die Antriebsräder gezogen werden. Sie sind leichter und einfacher zu handhaben als Ketten und eignen sich für kurze verschneite Strecken.
Für die meisten europäischen Winterfahrten auf gepflegten Straßen sind Ganzjahresreifen mit der Einstufung 3PMSF (drei Berggipfel und eine Schneeflocke) eine gute Wahl, sofern die Profiltiefe ausreichend ist und der Druck regelmäßig überprüft wird.
Sie können das Aufstelldach im Winter verwenden, sollten es aber nicht öffnen, wenn der Stoff gefroren ist. Ein gewaltsames Öffnen kann das Material beschädigen.
Die ordnungsgemäße Überwinterung Ihres Wohnmobils ist die beste Investition in eine problemlose neue Saison. Ein paar Stunden Vorbereitung schützen alle wichtigen Komponenten, verhindern Feuchtigkeit und Korrosion und sorgen dafür, dass Ihr Fahrzeug frisch, sauber und bereit für Frühlingsabenteuer ist.
Ja, wenn das Wohnmobil im Freien abgestellt wird. Bewahren Sie die Gasflaschen aufrecht in einem trockenen, belüfteten Raum auf.
Wenn Sie bei kaltem Wetter reisen, sollten Sie immer Propan und kein Butan verwenden. Propan funktioniert auch bei Minustemperaturen zuverlässig.
Geben Sie eine kleine Menge eines für Wohnmobile geeigneten Frostschutzmittels in die Siphons und Abflüsse.
Eine atmungsaktive, speziell angefertigte Wohnmobilabdeckung. Verwenden Sie niemals PVC-Folie.
Dachentlüftungen haben eine eingebaute Mikrobelüftung, die auch im geschlossenen Zustand einen konstanten Luftstrom gewährleistet. Blockieren Sie die Lüftungsöffnungen nicht. Verwenden Sie bei Bedarf einen Feuchtigkeitsabsorber.