Vor fünfzehn Jahren war Robeta noch keine Marke. Es war die Idee eines Einzelnen, entstanden aus einer Chance, die er im Ausbau von Fahrzeugen sah – und aus dem Wunsch, einem Freund zu helfen. Heute, fünfzehn Jahre später, ist Robeta in mehr als fünfzehn europäischen Ländern vertreten und expandiert nach Kanada und Japan. Jeden Tag verlässt ein neuer Campervan die Werkstatt, mit der Unterschrift des Handwerkers, der ihn gebaut hat. Zum Jubiläum blicken wir zurück auf die Anfänge, die Rückschläge und die Entscheidungen, die Robeta dorthin gebracht haben, wo die Marke heute steht.
Der erste Campervan entstand im Hinterhof
Die Geschichte von Robeta begann als kleines Projekt in einer Hobbywerkstatt. Gründer Primož Kotnik sagt, er sei eher zufällig hineingeraten: Er wollte einem Freund helfen, der überzeugt war, einen besseren Campervan bauen zu können als alles, was der Markt zu bieten hatte – ohne Produktionshalle, ohne Serienausstattung, praktisch im Hinterhof. Diese erste Partnerschaft hielt nicht, doch die Erfahrung war eine wichtige Lehre, und Primož sah darin nach wie vor eine Chance: Wenn er die Idee weiterbringen wollte, konnte er es nicht allein schaffen. Er wandte sich an seinen langjährigen Freund Boštjan Paradiž, und die beiden beschlossen, sich Arbeit und Risiko zu teilen.
Kein Verkauf in Düsseldorf, der erste Kunde in Portorož
Mit zwei fertigen Fahrzeugen machten sie sich auf den Weg zur größten Caravaning-Messe Europas nach Düsseldorf. Die Erwartungen waren hoch, das Ergebnis holte sie gründlich auf den Boden zurück: Auf der größten Messe Europas verkauften sie keinen einzigen Campervan. Zwischen den etablierten Marken in Düsseldorf war Robeta kaum mehr als ein Tropfen im Ozean.
Entmutigen ließen sie sich davon nicht. Mit denselben zwei Fahrzeugen fuhren sie direkt weiter zur Messe Internautica im slowenischen Portorož – und fanden dort ihren ersten Kunden. Primož fühlte sich so bestätigt, dass er noch vor Ort drei neue Fahrgestelle bei einem Lieferanten bestellte, bevor überhaupt feststand, wer die Campervans bauen würde. Die Entscheidung war einfach: Er hatte gesehen, dass es den Markt gibt – und dass man ihn ergreifen muss.
Zurück nach Düsseldorf, mit anderem Ausgang
Die Richtung war klar: Robeta würde Transporter entwickeln und zu maßgeschneiderten Campervans ausbauen, individuell für jeden einzelnen Kunden. 2014 kehrte das Team mit einem breiteren Angebot nach Düsseldorf zurück – und diesmal fiel die Resonanz völlig anders aus. Das Autohaus Siebrecht erteilte einen Auftrag über den Ausbau von 80 Opel-Fahrzeugen. Für Robeta begann damit ein neues Kapitel.
Die Campervans von Robeta kamen auf Europas anspruchsvollstem Markt, in Deutschland, hervorragend an – und Deutschland ist bis heute einer der wichtigsten Märkte des Unternehmens geblieben. Ab 2015 wuchs die Bekanntheit der Marke Jahr für Jahr, und mit ihr die Zahl der Aufträge und der zufriedenen Besitzer.

Eine Unterschrift, die etwas bedeutet
Während große Hersteller ihre Campervans am Fließband montieren, begleitet bei Robeta nach wie vor dasselbe Team jedes Fahrzeug – von der ersten Skizze bis zur Endabnahme. Die Tischler fräsen die Möbel auf CNC-Maschinen, die Kollegen setzen sie anschließend von Hand zusammen und bauen sie ein. Bevor ein Campervan die Werkstatt verlässt, durchläuft er eine abschließende Qualitätskontrolle – und jeder Robeta trägt eine Plakette mit der Unterschrift des Handwerkers, der ihn gebaut hat.
Das ist keine Marketinggeste. Es ist das Versprechen, dass hinter jedem Campervan ein echter Mensch steht, der dafür einsteht, dass das Fahrzeug sorgfältig, präzise und mit Liebe zum Detail gebaut wurde.

Von zwei Fahrzeugen zu fünfhundert im Jahr
Als die Robeta-Führung entschied, wo im Markt sie ihre Kunden suchen wollte, wählte sie den Weg, der schwieriger aussah, langfristig aber mehr Sinn ergab. Damals produzierten 85 Prozent der Hersteller im Campervan-Markt Serienfahrzeuge im unteren bis mittleren Preissegment. Nur rund 15 Prozent richteten sich an die höchste Qualitätsklasse.
Robeta entschied sich für diese 15 Prozent. Ein weniger überlaufener Bereich – aber ein deutlich anspruchsvollerer: Manufakturfertigung im Premiumsegment dauert pro Fahrzeug bis zu sechsmal länger als Serienproduktion. Von zwei Campervans, die vor fünfzehn Jahren nicht einmal auf der größten Messe Europas einen Käufer fanden, ist Robeta auf heute rund 500 Fahrzeuge pro Jahr gewachsen – und zählt damit im europäischen Vergleich zu den mittelgroßen Herstellern der höchsten Komfortklasse.
Leichtigkeit, die alles verändert
Jeder ausgebaute Transporter steht vor derselben Herausforderung: Bei 3.500 kg zulässigem Gesamtgewicht wird der Spielraum für all die Ausstattung, die Kunden sich wirklich wünschen, schnell knapp. Robeta hat die Antwort in der Entwicklung eigener AIR-Möbel gefunden – aus einem stabilen Material auf Basis recycelter Flaschen, veredelt mit kratzfesten HPL-Platten.
Das Ergebnis ist ein Fahrzeug, das bis zu 220 kg leichter ist als ein klassischer Ausbau. Für unsere Kunden heißt das: Extras wie 4x4-Antrieb und Aufstelldach lassen sich frei kombinieren, ohne das zulässige Gewicht zu überschreiten – und ohne Abstriche bei der Qualität.
Vom Hinterhof zum internationalen Team
Heute beschäftigt Robeta 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist über autorisierte Händler in zahlreichen europäischen Ländern sowie in Kanada und Japan vertreten. Doch das Wachstum hat einen wesentlichen Teil der Unternehmenskultur nicht verändert: die Gemeinschaft. Jedes Jahr treffen sich Robeta-Besitzer im Skigebiet Kope zum traditionellen Jahrestreffen und tauschen Erfahrungen, Ideen und Tipps aus. Bei Robeta sind wir überzeugt: Am meisten lernen wir von unseren eigenen Kunden. Deshalb sehen wir in ihnen keine Kundschaft, sondern Familie.
Auszeichnungen, die den Weg bestätigen
2023 gewann Adonis, das jüngste Modell von Robeta, das Goldene Reisemobil der deutschen Zeitschrift AutoBild als bester Campervan des Jahres. Für ein Unternehmen, das fünfzehn Jahre zuvor auf seiner ersten großen Messe keinen einzigen Campervan verkauft hatte, war das die Bestätigung: Beharrlichkeit – und die Entscheidung für ein kleineres, dafür weitaus anspruchsvolleres Marktsegment – haben sich ausgezahlt. Und die vielen zufriedenen Kunden in ganz Europa, die von einem kleinen, aber innovativen Campervan-Hersteller erzählen, zeigen: Die Wachstumsgeschichte von Robeta ist noch lange nicht zu Ende.




